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Gerechtes 4:4 bei Wettkampf in Frankenthal
4. Spieltag in der Oberliga: Bevor der Kracher gegen Koblenz steigt, stand jedoch erst einmal das Spiel gegen Frankenthal auf dem Programm. Evgenij und Annelen fehlten, dafür kamen Thore und ich (Christoph) zum Einsatz. Die Frankenthaler kamen allerdings auch nicht in Bestbesetzung, so dass ein Wettkampf auf Augenhöhe bei fast identischem DWZ-Schnitt anstand. Da ich ein wenig mit der ungewohnten Bedenkzeit fremdelte, habe ich nicht alle Partien verfolgen können, aber in etwa so ist es passiert:
Martin spielte anfangs eine schöne Partie, doch plötzlich ließ er mit ein paar schnellen Zügen dem Gegner verhängnisvolle Initiative, die ihn den ganzen Punkt kostete (0:1). Bei Christian lief es kaum besser: Für zwei Bauern ließ er den Gegner gefährlich nah herankommen, konnte aber unmittelbar alles verteidigen. Leider stellte sich heraus, dass die gegnerische Initiative nachhaltig genug war (0:2). Steffen spielte eine der Krauteröffnungen, die er einmal im Jahr rausholt, aber was soll ich sagen? Der Gegner steckte tonnenweise Zeit in die Stellung und konnte sich dennoch nicht so recht freistrampeln, so dass am Ende Steffen den Sieg herausspielen konnte (1:2). Mit 3,5/4 bisher eine Super-Saisonleistung, weiter so! Hasi hatte am 1. Brett so seine Mühe, ins Spiel zu finden und wurde in die Defensive gedrängt. Wer allerdings Hasis Zähigkeit kennt, macht sich deshalb nicht gleich ins Hemd und so bog er die Partie zum remis (1,5:2,5) Thore stand nach drei Stunden ganz vernünftig und als ich die Zeitkontrolle durch hatte, hörte ich nur, dass er gewonnen hatte. Keine Ahnung wie, aber Gut Gemacht! (2,5:2,5) So die Zeitkontrolle war durch: Johannes stand mit Springer gegen drei Bauern im Schwerfigurenendspiel sehr verdächtig, Harald hatte drei Bauern gegen Läufer im Damenendspiel und bei mir stand der König nach bewegtem Spielverlauf sehr luftig. Harald hatte die geringste Mühe: Die Stellung gab kein Angriffspotenzial für den Gegner her und Harald kam nicht zum Bauernsturm, also remis (3:3). Johannes wollte seinen Springer nicht abgeben, um die Abfahrt in ein eventuell remisliches Turmendspiel mit Wenigerbauern nehmen, konnte dann aber die gegnerische Bauernwalze nicht mehr aufhalten und verlor (3:4). Nach der Zeitkontrolle fragt mich Hasi, ob ich meine Stellung remis halten könne und 30 Minuten später bekomme ich die Mitteilung: "Du musst gewinnen!". Glücklicherweise gelang es mir, unter Bauernopfer ein wenig Luft für meinen König zu verschaffen und umgekehrt den gegnerischen König aus seinem Bau zu ziehen und siegbringenden Vorteil zu erspielen (4:4).
Irgendwie war der Wettkampf ungewöhnlich früh zu Ende und irgendwie lief das ganz Spiel geradeaus zum 4:4 unentschieden. Klar, an einem anderen Tag verliere ich meine Partie, dafür gewinnt dann vielleicht Martin, aber am Ende war es irgendwie das gerechte Ergebnis des Wettkampfs. Wir stehen mit 5:3 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz und werden versuchen, im nächsten Spiel dem haushohen Favoriten Koblenz ein Bein zu stellen, doch das sehen wir im nächsten Jahr!
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