Sfr. Heidesheim
Im Verein:
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Hasslocher Schachtage 2010 E-Mail

9 Heidesheimer machten sich erneut auf, dem Rest der Schachwelt das Fürchten zu lehren. 3 Spieler versuchten sich im A-Turnier, die 6 anderen im B-Turnier. 7 Runden Anspannung, Schweiß, Nervosität und Zittern mit den Vereinskollegen verlangten den Teilnehmern so ziemlich alles ab.



So lief es im Einzelnen:

Im A-Turnier war Andreas Haasler an 18 gesetzt. Bei soviel Ehre dachte er an seine Fans und begeisterte in der ersten Partie mit einem wunderhübschen Damen(schein)opfer. Das nahm er zum Anlass, "den ganzen Figurensatz im Verlauf des Turniers zu opfern". Gesagt, getan: In fast jeder Partie schickte Andreas eigenes Material auf die Tribüne. Sowas kann halt nicht immer gut gehen... am Ende 4 teure Punkte, aber den einen oder anderen Zuschauer mehr an sein Brett gelockt! Helmut Kalepky blieb sich da schon eher treu und zwang den Gegner hier und da in ein unangenehmes Endspiel, um am Ende den einen verflixten Mehrbauern zum Sieg zu führen. Der Schlusstag ging allerdings in die Hose, daher war bei 3 Punkten Schluss. Thomas Hettergott versemmelte die ersten beiden Runden (nur ein Remis gegen den Letztgesetzten), um anschließend richtig Fahrt aufzunehmen und ungewohnte Stärke mit Weiß zu demonstrieren. Nach 4 aus 6 war aber in der letzten Runde nichts mehr zu ernten.
Da wir kurzfristig auf Dirk verzichten mussten, konnten wir leider nicht mehr in der Mannschaftswertung mitmischen. Aber man ist ja flexibel: Auch der SC Pirmasens war nur zu dritt vertreten, und so wurde nach der ersten Runde unsere eigene Mannschaftswertung ausgerufen: Wer weniger Punkte holt, gibt den anderen einen aus! Bis zu Runde 5 lief alles noch vollständig ausgeglichen, am Schlusstag kam Pirmasens aber mit reichlich Durst ans Brett und punktete viel zu stark für uns. Lustig war es durch die "Sonderwertung" aber allemal!

Im B-Turnier lief Michael Beck als einer von vielen 1800ern auf, die sich Chancen auf eine vordere Platzierung ausrechneten. Diese Rolle meisterte er gut, kam auf 5,5 Punkte und verlor dabei keine Partie. Einen der Hauptpreise hat er zwar hauchdünn verfehlt (1 Buchholzpunkt), einer der Jugendpreise der U16 war ihm aber dadurch sicher. Andreas (RUCK-SACK!) Hess konnte eigentlich spielen wie er wollte, seine Gegner waren mit Ausnahme der ersten beiden Runden immer in der Preisklasse "100-200 DWZ-Punkte stärker". Er hielt konstant gut mit und wird mit seinen 3,5 Punkten sicherlich einen schönen DWZ-Zuwachs bekommen. Ansonsten glänzte er abseits der Bretter mit seiner bekannt fiesen Lache ;) Hans Köllmer konnte machen, was er wollte: Es lief einfach nichts zusammen. Ein ums andere Mal musste er die Segel streichen, ehe am Schlusstag mit 2 Punkten noch Ergebniskosmetik gelang. Jannik Luzius nahm sich zum Ziel, "mehr zu erreichen als die 2 Punkte letztes Mal". Was in Runde 1 geschah, wird ihm wohl sicherlich lange in Erinnerung bleiben: Gegen einen 1600er wehrte er sich verbissen und schaffte es tatsächlich, in ein stark vereinfachtes, totremises Bauernendspiel abzuwickeln. Nun sah sich aber sein Gegner dazu veranlasst, katastrophale Züge hinzulegen, um Jannik sogar irgendwie den Sieg zu ermöglichen! Die nächsten Runden wurden dann natürlich nicht einfacher, letztlich belohnte sich aber Jannik für konzentriertes und mutiges Spiel mit insgesamt 3 Punkten, erzielt gegen allesamt stärkere Gegner. Oliver Zimmer musste in den ersten beiden Runden erwartungsgemäß die Stärke der Gegner anerkennen. In Runde 3 ein Sieg gegen einen 1300er und in Runde 4 ein kampfloser Sieg hievten ihn jedoch wieder ins Mittelfeld. Dort hingen die Trauben sehr hoch, so dass Oliver trotz teilweise lange ausgeglichen gestalteten Partien keine weiteren Punkte mehr ergattern konnte. Dennoch sprang am Ende ein Jugendpreis der U12 für ihn heraus! Holger Zimmer musste auch bis Runde 3 warten, ehe er zuschlagen konnte: Mit einem Sieg und zwei Unentschiieden konnte er aber ebenfalls den Lohn für kämpferische Partien einfahren, und zusammen mit Oliver konnte er zum ersten Mal die große Turnieratmosphäre miterleben.
In der Mannschaftwertung schnitt unser Team um einiges besser ab als in den letzten Jahren und verpasste einen Preis nur um einen halben Punkt!

Das Turnier gewonnen hat übrigens zum fünften (!) Mal hintereinander IM Leonid Milov, hauchdünn mit nur einem halben Buchholzpunkt Vorsprung. So erlangte die Partie Weller-Haasler in der letzten Runde ungeahnte Bedeutung, da Andreas gegen Milov gespielt hatte und seine Punktzahl für Milovs Buchholzwertung entscheidend war. Andreas riss diese Partie nach anfänglichen Schwierigkeiten in einer heißumkämpften Schlacht noch herum...

Was sonst noch bleibt: Inter ist besser als Bayern, Michi und Jannik scheitern dramatisch am Versuch, Nudeln zu kochen, und warum RUCK-SACK! zu einem Schlachtruf geworden ist, weiß wohl nur Andreas...;)

Alles zu den 25. Hasslocher Schachtagen findet Ihr auf der Homepage des SC Hassloch.

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Andreas Hess  - RUCK-SACK |25-05-2010 10:56:07
RUCK-SACK! (und alle:) RUCKSACK!

:woohoo:
Oliver und Holger Z. |25-05-2010 18:29:28
Hassloch hat uns super gefallen und wir sind sicher im nächsten Jahr wieder dabei.
Ich hätte ja nicht gedacht, dass man Schachturniere noch besser als wir Heidesheimer organisieren kann, aber es war (leider) so.
@Holger: Das Londoner System ist Klasse - mit Weiß 1,5 aus 3 gegen Gegner mit 1350er-Schnitt!
Thomas |25-05-2010 20:57:48
In meiner letzten Partie habe ich es tatsächlich geschafft, laut Fritz 30,13 Bauerneinheiten schlechter zu stehen... aber ohne dass er ein Matt sieht!! Das schafft keiner von Euch :evil:

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