Gegründet 1956, haben sich die Schachfreunde Heidesheim zu einem der erfolgreichsten Vereine in Rheinhessen und zu einem etablierten Verein in Rheinland-Pfalz entwickelt. Mit ca. 70 aktiven Mitgliedern nimmt der Verein am Erwachsenen-, Jugend- und Seniorenmannschaftsbetrieb teil. Von jung bis alt ist alles vertreten.

Im Verein:

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#wirbleibeninderliga

2. Mannschaft gewinnt gegen VO Mainz und kann nicht mehr absteigen

Showdown in der Ratssaalarena: Trotz unseres gut gefüllten Punktekontos mussten wir den Blick stramm nach unten richten, denn die Plätze 8 und 9 waren nur zwei Punkte entfernt und unser Gegner VO Mainz hatte einen dieser Plätze inne. Ein klassisches 4-Punkte-Spiel also! Das Motto war klar: Verlieren verboten! Wir kamen ohne Ersatzleute aus, mussten dabei aber auch auf Christian und Jan verzichten. VO Mainz vermisste das etatmäßige Brett 1 und brachte einen Ersatzmann. DWZ-mäßig bedeutete das absoluten Gleichstand.

Schnelle Entscheidungen gab es keine, stattdessen ein enges Hauen und Stechen an allen Brettern. Zwei Stellungen wurden immer zweifelhafter: Helmut schaffte es noch, seine Stellung zusammenzuhalten (0,5:0,5), Frank hingegen geriet irgendwann auf die Verliererstraße und wir in Rückstand (0,5:1,5). Aber wir hatten ja Dirk und eine wie für ihn gemachte Stellung: Bauernschwächen? Pah! Kein b-Bauer mehr da? Egal, lang rochieren. Qualität? Brauch ich nicht. Dirk zeigte einmal mehr wie man dynamische Stellungen verwerten kann, stark! (1,5:1,5).

Manni fühlte sich sichtlich wohl in seiner Stellung, machte aber so viele prinzipielle Züge, bis alles ineinander verkeilt war und nichts mehr ging, remis (2:2). Bei mir zündete der Gegner das Brett an und ich hatte auch noch ein wenig Spiritus dabei. Als sich der Rauch etwas verzog und eine offene Linie eher für meinen Gegner sprach, brachte ich zunächst den a-Bauern ins Spiel und konnte dann mit Springer und Turm ein Mattnetz knüpfen. Führung für uns! (3:2) Nils spielte sehr druckvoll und nahm einen Bauern mit. Er übersah eine Möglichkeit, über Mattdrohungen mindestens eine Qualität zu erobern und ging in ein Damenendspiel, das er ebenso druckvoll weiterspielte, bis er noch einen Bauern gewann und siegreich die Damen tauschen konnte. Sehr stark! Der erste Mannschaftspunkt war sicher (4:2)!

Bei den übrigen beiden Partien musste jetzt noch irgendwie ein halber Punkt her. Michi hatte ein leicht schlechteres Läuferendspiel, sollte es aber halten können. Jannik stand bei vollem Brett etwas passiv, hatte vor allem aber kaum noch Zeit... ein paar Züge mit 3-5 Sekunden auf der Uhr ließen manchem das Blut in den Adern gefrieren! Dann ein Dämpfer: Michi unterschätzte eine Ressource des Gegners. Es kam zu beiderseitiger Umwandlung und einem verlorenen Damenendspiel. Stark gespielt von Michis Gegner Pascal, nur noch 4:3! Jetzt musste Jannik ran, und er belohnte sich und die Mannschaft: Nach einem Versehen des Gegners konnte Jannik in ein Damenendspiel mit Mehrbauern abwickeln. Dem Gegner blieb nichts besseres als Dauerschach und wir hatten gewonnen (4,5:3,5)!

 

Noch mal zwei ganz wichtige Zähler! Jetzt hat die 2. Mannschaft 10:6 Punkte und selbst das Ligaorakel hat ein Einsehen: Wir steigen nicht ab! Völlig anders hätte es ausgesehen, wenn wir heute verloren hätten: Dann hätten wir in der Zentralrunde ein echtes Abstiegsendspiel bestreiten müssen und selbst der Drittplatzierte (!) wäre noch nicht gerettet gewesen. So aber haben wir mit dem Sieg nicht nur selbst die Klasse gehalten, sondern auch Kaiserslautern, Frankenthal und Neustadt dürfen aufatmen. Wir haben sogar noch minimale Aufstiegschancen, aber ich vermute mal, dass man die bei 2 Mannschaftspunkten und 8 Brettpunkten Rückstand auf den Tabellenführer auf ungefähr 0,0000 runden kann. Macht aber nichts, wir sind jetzt auf Platz 3 und alles ist gut...

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