Sfr. Heidesheim
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Amtsblatt - Veröffentlichung 05.02.10

Nachfolgender Artikel wurde in der Ausgabe des Heidesheimer Nachrichtenblattes vom 05.02.2010 veröffentlicht:


1. Mannschaft

Die 1. Mannschaft hat am 5. Spieltag am 24.01.2010 in der Oberliga einen Teilerfolg verbuchen können. Bei ungemütlichen Witterungsverhältnissen musste die Reise ins Saarland nach Schwarzenbach angetreten werden.
Wiedergutmachung war angesagt nach der üblen Niederlage im vorherigen Spiel. Dieses Vorhaben erhielt jedoch einen herben Dämpfer, als zwei Stammspieler krankheitsbedingt absagen mussten. Schwarzenbach brachte einen ihrer Titelträger ans Brett, sodass es für das Heidesheimer Team eine insgesamt schwere Aufgabe werden sollte.
Die erste Meldung ließ sich jedoch schon gut an: Dirk Loef brachte den Titelträger an Brett 1 mächtig ins Schwitzen, woraufhin dieser einem Remis nicht abgeneigt war.

Holger Krannich belagerte den gegnerischen Bauern auf b7 derart vehement, dass dieser mitsamt der ihn umgebenden Stellung auseinanderflog. Die wichtige Führung!

Thomas Hettergott hingegen ließ sich auf taktische Gewässer ein, jedoch wurde ihm ein Zwischenzug zum Verhängnis. Mit Turm gegen 2 Figuren und Bauern war nichts mehr auszurichten. So weit, so ausgeglichen.
Das alles war lediglich Vorgeplänkel zu einer packenden Verlängerung mit noch fünf laufenden Begegnungen: Nach ca. 5:20 Stunden: Andreas Haasler schafft es, mit einem Minusbauern das Gleichgewicht wiederherzustellen. Ein wichtiger halber Punkt und leise Hoffnung auf den Mannschaftssieg!

Nach ca. 5:45 Stunden: Christoph Klein konnte einen Bauern einheimsen - sein Gegner hat jedoch genügend Verteidigungsressourcen - Remis. Schade!

Nach 5:53 Stunden: Christian Lantzsch erzwingt in einem vorteilhaften Schwerfigurenendspiel mit seinem Freibauern Turmgewinn. Sein verbliebener Turm reicht aus, um den gegnerischen Freibauern zu erobern.

Steffen Enzmann muss gleichzeitig einsehen, dass seine Drohungen nicht stark genug sind, der König kann entkommen und das resultierende Minusmaterial wird ihm zum Verhängnis.

Nach 5:59 Stunden: Helmut Kalepky konnte während der Partie zwei Bauern einsammeln und rennt mit 2 Springern und 2 Bauern gegen Läufer und Springer an. Schwierig, denn sein Gegner schafft es, seinen Läufer gegen einen Bauern zu opfern. Nach ein paar weitern Zügen ist klar: Auch der zweite Bauer wird das Feld verlassen müssen. Helmut bleibt auf seinen beiden Springern sitzen, mit denen er noch auf einen Fehlzug des Gegners in Richtung Matt spekuliert... was dieser allerdings zu vermeiden weiß. Sehr schade!
Endstand 4:4 - alles in allem ein Punkt, der einige Fragen offen lässt: In der Tabelle bleibt das Team auf Rang 9 und in akuter Abstiegsgefahr. Andererseits ein Auswärtspunkt mit dezimierter Mannschaft und tollem Kampfgeist, der im Abstiegskampf noch Berge versetzen kann.

 

3. Mannschaft

Am gleichen Tag konnte die 3. Mannschaft beim Auswärtsspiel bei Sfr. Mainz III nichts zählbares ernten. Mit Sfr. Mainz III wartete auch ein sehr starker Gegner. Auf Heidesheimer Seite mussten gleich zwei Stammspieler ersetzt werden – die Vorzeichen waren nicht gut.

Zum Spielverlauf: Zu Beginn kamen alle in gewohnte Stellungen und die Partien wurden heiß umkämpft.

Um ein Uhr nahm Heinz Kirsch in festgefahrener Stellung ein Remis an. Die Lage auf den sieben  übrigen Brettern war unklar.

Nico Brahmer übersah gegen einen fast übermächtigen Gegner in einer starken Partie ein taktisches Motiv und stellte einen Springer und in der Folge die Partie ein.

Zum Verdruss der Heidesheimer hatte sich das Blatt auch an den Brettern 6-8 gedreht und in kurzem Abstand nacheinander mussten sich Daniel Lantzsch und die Ersatzspieler Hans Köllmer und Simon Kirsch nach harter Gegenwehr geschlagen geben. Nun stand es um 13.30 0,5:4,5 und es war klar, dass nichts mehr zu holen war. So betrieben die letzten drei Spieler nur noch Ergebniskosmetik:

Manfred Faldums Gegner opferte eine Leichtfigur, um einen Königsangriff zu bekommen, der schief ging, jedoch konnte Manfred den Vorteil im Endspiel nicht ummünzen - Remis.

Stefan Faldums Gegner war in einer schlechteren Stellung wie gelähmt und schaffte nicht mehr die 40 Züge – Sieg auf Zeit für Stefan, aber die Stellung wäre für seinen Gegner ohnehin nicht mehr zu retten gewesen.

Martin Konrath ging mit extremen Zeitvorteil in die letzten 10 Züge, sein Gegner fand jedoch weiterhin die richtigen Züge. Nachdem die Wogen sich geglättet hatten, einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis.

Endstand 2,5:5,5 - man kann sagen, dass an diesem Tag nicht mehr drin gewesen ist. In den nächsten Partien gegen Landskrone und Gau-Algesheim wird sich zeigen, ob die Heidesheimer nach dem Aufstieg die Klasse halten können.

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